Telematik - E-Techniker oder Informatiker?

Telematik. “Ned Fisch, ned Fleisch!”, das bekommt man oft von Studierenden anderer
Studienzweige zu hören. Stimmt aber nicht!

Der Sinn der Telematik liegt ganz wo anders. Man will kein absoluter Experte in jedem der
Teilbereiche werden, die das Studium umfasst. Man strebt den Überblick über ein breites
Spektrum der Elektrotechnik, der Informatik und der Mathematik an, so dass eine nahtlose
Zusammenarbeit aller Disziplinen möglich wird. Jeder Studierende kann selbst frei entscheiden
welche Gebiete ihn persönlich mehr oder weniger interessieren. Die Vertiefung, die sich nicht
abseits der Universität ergibt, kann man im Magisterstudium weiter fortsetzen.

Das Konzept des Telematikstudiums hat sich seit seiner Einführung bestens bewärt.
Die Kombination der Elektrotechnik mit der Informatik, wird vielerorts kopiert. Trotzdem
hat die TUGraz von weither einen gros-sen Andrang auf diesen Studienzweig. Der gute Ruf, den
Absolventen bei Firmen genießen ist nicht zuletzt ein Indiz für die gute Qualität des Unterrichts
und die hervorragenden Professoren.

Die Studienzahlen sprechen auch eine deutliche Sprache. So ist das Telematikstudium im
Moment größtes Studium an der TUGraz (SS05: 1.540 Studierende).

Die Vielfalt dieses Studiums ermöglicht den fertigen Telematikern ein breites Tätigkeitsfeld.
So ist die Mischung aus Elektrotechnik und Infor-matik ideal um alles was mit
Informationstechnologie zu tun hat in Angriff zu nehmen. Man findet Telematiker quer durch
die Bank in der Hard-wareindustrie, im Chipdesign, in der Entwicklung von embedded Systems
bis hin zur reinen Softwareentwicklung.

In jedem Fall aber ist für einen Arbeitgeber und natürlich auch sich selbst interessant
dass man einen generellen Überblick über das ‘Medium Computer und Computerähnliche’ hat.

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