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Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP)

Zusammenfassung: STEOP für angehende TelematikerInnen

  • Neu: STEOP = altes Orientierungsjahr + neue Studieneingangsphase
  • Betroffen: alle Studierenden die ab WS 2011 inskribieren.
  • Zu Beginn des Studiums muss man nun zwei Lehrveranstaltungen erfolgreich absolvieren, um weitergehend studieren zu können: Einführung in die Telematik und Analysis T1a.
  • Diese beiden LVs werden geblockt bis Ende November abgehalten. Zusätzlich ist dabei die Anzahl möglicher Wiederholungen auf 2 beschränkt. (Ausserhalb der STEOP sind 4 Wiederholungen erlaubt.)
  • Nebenher können auch alle Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter (also alle außer Vorlesungen) des 1. und 2. Semesters absolviert werden. Die Freischaltung der Ergebnisse erfolgt aber erst nach positiver Absolvierung der zwei vorausgesetzten Lehrveranstaltungen.
  • Um Lehrveranstaltungen aus dem 5ten und 6ten Semester belegen zu können, muss man alle LVs der ersten beiden Semester erfolgreich abgeschlossen haben.

 

 

Ergebnis: Analysis T1 und Einführung in die Telematik

Die Studienkommission Telematik hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, als STEOP Lehrveranstaltungen „Einführung in die Telematik“ und „Analysis T1“ zu wählen. Erst wenn die LVs in der STEOP positiv abgeschlossen sind können Lehrveranstaltungen aus höheren Semestern absolviert werden (*). Zusätzlich ist die Anzahl der erlaubten Prüfungsantritte für diese Lehrveranstaltungen reduziert.

Details

Nachdem die genaue Regelung erst nach unserer Sitzung bekannt wurde, haben wir uns noch einmal mit Professor Grabner, der für Analysis T1 zuständig ist, und unserem StuKo Vorsitzenden Professor Brenner zusammen gesetzt, um die Details auszuarbeiten:

Da die LV Analysis T1 auch in anderen Studien Pflicht ist, war es uns ein Anliegen, dass diese nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, etwa durch eine zusätzliche Blockung. Diese wäre aber notwendig, da für LVs die der STEOP angehören gilt, dass sie bereits „bis Ende November vollständig abgehalten werden“. Das würde bei den anderen Studien – zu Recht – auf Widerwillen stoßen und auch die TelematikerInnen hätten es nicht leicht, diese umfangreiche LV so schnell absolvieren zu müssen.

Deshalb haben wir vorgeschlagen, die der StuKo eingeräumte Möglichkeit zu nutzen, die LV in zwei Teile aufzuteilen, von denen nur einer der STEOP angehört. Für die Telematik wird es künftig also Analysis T1a und Analysis T1b geben, jeweils als VU gehalten und parallel zum bisherigen Analysis T1, mit gemeinsamer Abhaltung des Vorlesungsteiles.

Die Übung wird getrennt von den TeilnehmerInnen von Analysis T1 abgehalten, damit speziell auch auf die sich durch den zusätzlichen Test ergebenden Eigenheiten eingegangen werden kann.

Nachdem die Vorgabe lautet, dass „Prüfungen von Lehrveranstaltungen, die der Studieneingangs- und Orientierungsphase zugerechnet werden, (…) nur von Studierenden absolviert werden [dürfen], für die diese Prüfungen verpflichtend vorgesehen sind.“ werden z.B. InformatikerInnen nicht die Wahl haben, statt Analysis T1 die Lehrveranstaltungen Analysis T1a und T1b zu absolvieren. Sehr wohl aber wird ein vorhandenes Zeugnis über Analysis T1 für Analysis T1a und T1b angerechnet – da der Inhalt der LVs ja ident ist.

Um zu gewährleisten, dass die Note für Analysis T1a auch aus drei Teilleistungen besteht, also dem Beitrag der Übung sowie zwei Tests, wird es einen weiteren Test relativ früh im Semester geben. Es ist einfacher zu einer positiven Note zu kommen, wenn diese nicht nur aus einem Test und der Übung eruiert wird. Außerdem wäre es schlecht, wenn eine der ersten Prüfungen die man als TelematikerIn schreibt, gleich zu so großem Teil über das Bestehen der STEOP entscheidet.

Die Aufteilung von Analysis T1 war bisher 7 ECTS, 5 Semesterwochenstunden von denen eine Stunde Übung, der Rest Vorlesung sind. Analysis T1a wird künftig 4.5 ECTS umfassen (so dass zusammen mit Einführung in die Telematik die 5 ECTS erreicht werden) und zu 2.5 Semesterwochenstunden aus Vorlesung und 0.5 Semesterwochenstunden aus Übung bestehen. Analysis T1b hat dann die restlichen 2.5 ECTS, 1.5 Semesterwochenstunden Vorlesung und 0.5 Semesterwochenstunden Übung.

Der zweite, laut Vorgabe „spätestens in der vorletzten Woche der Vorlesungszeit des Wintersemesters“ zu erfolgende Prüfungstermin wird aus einer Gesamtprüfung über Analysis T1a bestehen und für jene Studierende angeboten, die Analysis T1a auf reguläre Weise (Übung plus 2 Tests) nicht bestanden haben.

Analysis T1b ist, nachdem es sich um eine VU im 1. Semester handelt, von den Begrenzungen der STEOP ausgenommen, kann also unabhängig vom Bestehen von Analysis T1a absolviert werden und es gibt nach wie vor die Möglichkeit, die Prüfung viermal zu wiederholen.

Das alles mag enorm umständlich, unnötig und kompliziert klingen, wir sind aber davon überzeugt, damit die unter Einhaltung der Vorgaben aus Gesetzestext und TU internen Richtlinien bestmögliche Lösung gefunden zu haben, aus der den Studierenden (auch anderer Studien) die wenigsten Umstände entstehen und die auch organisatorisch in vertretbarem Rahmen bleibt.

Wohl auch erwähnt werden muss, dass die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) das bereits vor ein paar Jahren in unserem Bachelorstudienplan fixierte und leicht zu umgehende Orientierungsjahr nicht ersetzt, sondern lediglich ergänzt. Auch dieses konnten wir bereits vor zwei Jahren weitestgehend entkernen.

 

Mathematik 0 'neu'

Um auszugleichen, dass sicher ein unterschiedlicher Vorbildungsstand besteht und um Analysis T1a etwas abzufedern, wurde mit Prof. Grabner und Prof. Brenner ausgemacht, dass zu Semesterbeginn eine zusätzliche Lehrveranstaltung als Freifach angeboten werden wird, die noch einmal die für Analysis T1a im Speziellen wichtigen Kapitel der Schulmathematik wiederholt. Geprüft werden soll diese Lehrveranstaltung freiwillig im Rahmen der ersten Teilklausur von Analysis T1a.

Wir begrüßen sehr, dass damit das langjährige Problem, dass die Mathematik 0 Vorlesung, die diesen Zweck erfüllen sollte und in unserem Studienplan als empfohlenes Freifach aufscheint, nicht von den erstsemestrigen TelematikerInnen besucht werden kann, weil Analysis T1 gleichzeitig stattfindet, gelöst wurde: Die neue „Mathe 0 Vorlesung für TelematikerInnen“ wird zu Semesterbeginn geblockt am Abend stattfinden.

 

Warum Analysis T1?

Wir haben nicht nur für die Wahl von Analysis T1 gestimmt, sondern sie war unser Vorschlag, von dem wir die anderen Mitglieder der Studienkommission erfolgreich überzeugt haben.


Ja, auch aus unseren Reihen gab es überraschte Gesichter bei dem Vorschlag Analysis zu wählen. Nachdem die Argumente, auf denen basierend wir diese schwere Entscheidung getroffen haben aber besprochen wurden, waren wir uns alle einig. Deshalb möchten wir euch auch an diesem Prozess teilhaben lassen:

Zunächst war unsere (anhand der Art und Weise wie die Regierung diese Regelung umgesetzt hat sicher nicht ungerechtfertigte) Trotzreaktion, die Regelung möglichst zu boykottieren - das heißt durch die Wahl von möglichst einfachen LVs, die eh jeder schafft, die Hürde zu plätten. Nur würde uns das in der Telematik schon nicht gelingen, weil wir einfach nicht genug LVs haben, die in diese Kategorie fallen.


Die vorgeschriebene Untergrenze sind 5 ECTS - es hätte also nicht gereicht, EiT und INM zu wählen. Mehr als die vorgeschriebenen zwei LVs wollten wir natürlich auch nicht aufnehmen, und dass EiT natürlich dabei sein sollte war naheliegend.


Die Optionen die offen blieben waren also EiT und eine der folgenden LVs: GDI, GET, NRLA, Analysis T1, (ESP+INM).


Nichts davon wird dem Anspruch gerecht „dem Studierenden einen Überblick über die wesentlichen Inhalte des jeweiligen Studiums und dessen weiteren Verlauf [zu vermitteln] und eine sachliche Entscheidungsgrundlage für die persönliche Beurteilung ihrer oder seiner Studienwahl [zu schaffen]“ (§66 (1)). Dazu müsste wohl eine eigene Lehrveranstaltung geschaffen werden, die über das, was EiT bietet, hinausgeht. Leider besteht diese Option aber (in der Schnelle in der STEOP umgesetzt werden muss) nicht.

Ein (guter?) Kompromiss

Deshalb bleibt als Kompromiss, mit Analysis eine LV zu haben, die klarstellt, dass es sich beim Telematik Studium um ein anspruchsvolles Studium handelt. Überschlagsmäßig haben wir festgestellt, dass nur etwa 20% der Lehrveranstaltungen im Bachelor ohne Mathematik auskommen – deshalb glauben wir, dass Analysis auch dem Anspruch, einen Einblick, worum es im Studium geht, ein wenig gerecht wird.


Wir wollten den Eindruck vermeiden, in Telematik ginge es (nur) ums Programmieren – aber noch weitere Punkte sprechen für uns gegen eine Aufnahme von ESP in die STEOP:

  • bei punktueller Prüfung (Wdh.) ist von einem 4-5 stündigen Test auszugehen (am Zettel programmieren, ungewohnt)
  • LV wird gerade groß angelegt evaluiert - wir wollen erst die Effekte nach der Umstellung abwarten
  • sehr unterschiedlicher Vorbildungsanteil
  • würde den starken E-Technik Anteil an unserem Studium vernachlässigen.


Auch scheiden für uns LVs aus, die in den letzten Jahren sehr hohe Durchfallquoten aufweisen. Nicht, weil wir unser Studium zum Dünnbrettbohrer Studium verkommen lassen möchten, sondern weil wir hier der Aufforderung des Gesetzestextes nachkommen wollen, keine quantitativen Zugangsbeschränkung einzuführen! Auch sind die Gründe nicht nur darin zu sehen, dass eine LV anspruchsvoll ist. Beispielsweise haben auch immer wieder ElektrotechnikerInnen die von einer entsprechenden HTL kommen Probleme mit GET, weil Dinge eben auf eine andere, oder genauere Art verlangt werden.


Analysis hingegen wird zwar durchgehend als anspruchsvoll empfunden, dennoch gibt es eine sehr konstante Quote von etwa 25% Nichtgenügend. In GET etwa sind es über die Jahre hinweg eher 50%, in NRLA wurden in letzter Zeit auch an die 70% erreicht und in GDI schwanken die Zahlen sehr stark, auch die Vortragenden und damit die Inhalte und Methoden haben sich hier in den vergangenen Jahren mehrmals abgetauscht.

 

GDI und GET müssten eigentlich wenn, dann beide genommen werden, um der Ausrichtung unseres Studiums gerecht zu werden – das würde aber wirklich einer Zugangsbeschränkung gleichkommen.


Wir schätzen die nachhaltige und gewissenhafte Lehre der Mathematiker sehr und haben uns deshalb für diese Lösung stark gemacht - wissend, dass es ungewöhnlich sein mag, auf eine LV einer fremden Fakultät zurückzugreifen.


In der Studienkommissionssitzung wurde auch noch eingebracht, dass KandidatInnen die vor ihren letzten Antritten stehen, also eine kommissionelle Prüfung haben, praktisch ausnahmslos schon zu Beginn ihres Studiums für Analysis mehrere Anläufe brauchen. Andererseits gibt es auch viele, die das Studium zu einem sehr späten Zeitpunkt abbrechen und nicht zuletzt deshalb, weil Analysis so lange aufgeschoben wurde, dass es zur unüberwindbar scheinenden Hürde wurde.


Das Semester wird durch STEOP, Orientierungsjahr und geblockte Lehrveranstaltungen zu Semesterbeginn für alle Erstsemestrigen noch intensiver starten. Auch wenn das an anderer Stelle auch noch sehr oft zu hören ist, ist es uns ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass gerade der Start sehr wichtig ist und sehr ernst genommen werden sollte. Vielleicht liegt darin schon der größte Unterschied zur Schule, wo es oft reichen mag, erst kurz vor einem Test mit der Arbeit zu beginnen.


Abschließend bleibt noch einmal festzuhalten, dass wir die STEOP für übereilt eingeführt, unausgegoren und kurzum falsch halten. Es gibt bereits ein (ebenso unsinniges und inzwischen stark aufgeweichtes) Orientierungsjahr, das auch weiterhin bestehen bleibt, und einfach zu umgehen ist.

Was bleibt ist eine zusätzliche, teilweise nur organisatorische, Hürde für Studierende. Wünschenswert hingegen wäre die Bereitschaft, gerade in den Studienrichtungen an der Technik, mehr Geld in die Lehre zu investieren!

Die Studienkommission Telematik hat mit „Einführung in die Telematik“ und „Analysis T1“ noch die im Sinne der in den kommenden Jahren Telematik Studierenden beste Wahl getroffen.


Wenn ihr das anders seht oder noch Fragen offen sind, kontaktiert uns einfach!


update 2011-06-29: Die Regelung zur STEOP wurden vom Senat im Das Mitteilungsblatt Stück Nr. 18a vom 29. Juni 2011 veröffentlicht.


(*) update 2011-09-14: So wie bereits die Teilnahme an LVs die durch ein nicht abgelegtes OJ eigentlich nicht besucht werden könnten bisher möglich war, indem man sie als Freifach eines anderen, zusätzlich inskribierten Studiums ablegt, müsste dies auch mit LVs, die aufgrund der nicht abgelegten STEOP eigentlich nicht besucht werden dürfen, möglich sein. Im Grunde genommen ist die STEOP, ebenso wie das OJ, nur eine Voraussetzungsregelung; In Rücksprache mit der Studienabteilung der TU kommen wir also zu dem Schluss, dass die Lehrveranstaltungen im Freifach nicht unter den Wortlaut von §66(1a) UG ("... der weiteren...") fallen, da sie nicht fix durch den Studienplan vorgegeben sind.


update 2011-10-07: Vom Studienservice kommt ein Dokument das die Regelungen auch noch einmal sehr schön zusammenfasst und auch die genannte Auffassung bezüglich der Umgehung mittels Freifach unterstützt: "Freie Wahllehrveranstaltungen duerfen jederzeit auch ohne Vorliegen der STEOPPruefungen absolviert werden."

 

Timotheus Hell

Basisgruppe Telematik


Um zu vermeiden, dass die ohnehin komplexe Situation durch Missverständnisse oder unsaubere Aufbereitung der Fakten noch schlimmer wird, haben wir den Vorsitzenden unserer Studienkommission, Prof. Eugen Brenner, gebeten, diesen Text dahingehend zu kontrollieren. Er hat die Ausführungen zur neuen STEOP Regelung bestätigt, damit gehen wir davon aus, dass der Text mit Stand 2011-05-02 korrekt ist.

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